. .
Home Sitepmap
4e0c3d7ade334S-Bahn.jpg

 

Ausgangssituation

 

Nach vielen Jahren abnehmender Aufmerksamkeit besteht auf der Ebene der Städte und Gemeinden ein starker Beratungs- und Informationsbedarf über die Fragen der Integration des Klimaschutzes in die Siedlungsentwicklung. Intensivierung des Klimaschutzes und Anpassung an den Klimawandel werden immer stärker in den Mittelpunkt kommunalen Handelns rücken. In dem thematischen Bereich werden Handlungsansätze für die Siedlungsentwicklung zusammengestellt.

 


Klimafolgen und Siedlungsentwicklung

Von den sich andeutenden Veränderungen des globalen Klimas werden vielfältige Auswirkungen auf die Siedlungsentwicklung ausgehen. Die Überschwemmungen der letzten Jahre an Flüssen oder auch die lokalen Starkniederschlagsfluten haben verdeutlicht, zu welchen Schäden eine an extreme Hochwasserereignisse nicht angepasste Siedlungsentwicklung führen kann. Die Folgen des Klimawandels haben weitreichende Konsequenzen für Siedlungsplanung und Raumentwicklung insgesamt sowie für einzelne Handlungsfelder, insbesondere die Wasserwirtschaft, die Freiraumsicherung, die Siedlungs- und Verkehrsplanung sowie die Energieversorgung: 

 

  • Extremere Niederschlagsereignisse steigern die Gefahr von Überflutungen. Trockenperioden reduzieren die Grundwasserneubildung und damit gegebenenfalls die Trink- und Brauchwasserversorgung aus Grundwasser für Wohnsiedlungen, Industrie und Gewerbe sowie die Landwirtschaft. Hinzu kommen ein Rückgang des Abflusses in den Fließgewässern sowie deren Erwärmung, wodurch – neben einer Beeinträchtigung des jeweiligen Ökosystems – die Kühlwassermenge für Kraftwerke und damit die Versorgungssicherheit im Bereich der Stromversorgung insbesondere in den Sommermonaten eingeschränkt werden kann.

  • Verstärkte Hitzewellen können zu einer starken Aufheizung vor allem der verstädterten Siedlungsgebiete führen. Die Veränderung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit hat starken Einfluss auf das Bioklima und damit das menschliche Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit. Dies ist angesichts des demografischen Wandels insbesondere im Hinblick auf die alternde Bevölkerung, aber ebenso für Kranke und Kinder von Bedeutung. Dabei stellt nicht die Erhöhung der mittleren Temperatur an sich ein Problem dar, sondern dies ergibt sich durch die deutliche Zunahme und räumliche wie zeitliche Ausdehnung der sommerlichen Temperaturextreme (z. B. der Tage mit Hitzebelastung bzw. der sogenannten Tropennächte) und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken.

  • Darüber hinaus sind die unterschiedlichen Landnutzungen vom Klimawandel betroffen. Land- und Forstwirtschaft, aber in vielen Regionen auch der Tourismus, hängen mehr oder weniger unmittelbar von den klimatischen Bedingungen ab, die sich durch den Klimawandel ändern werden. Dies hat Folgen für die Eignung einzelner Regionen für bestimmte Fruchtarten, Sorten, Schädlingsbefall oder Anbauweisen. Regionalwirtschaftlich relevante Konsequenzen sind auch im Hinblick auf die Bedeutung und Nutzung regionaler touristischer Potenziale (z. B. Wintersport in Mittelgebirgslagen) zu erwarten. Auch die Verbreitungsmuster von Tier- und Pflanzenarten unterliegen durch den Klimawandel einer Veränderung, mit Konsequenzen insbesondere im Hinblick auf Naturschutz und Landschaftspflege. 

 

Neben den Risiken durch den Klimawandel kann es in Deutschland vereinzelt auch zu Veränderungen mit positiven Auswirkungen auf die Raumentwicklung kommen. Wesentliche Ursachen dafür werden insbesondere der zu erwartende Temperaturanstieg, die sich abzeichnende Verlängerung der Vegetationsperiode und die Zunahme der Strahlung im Sommer sein. Hieraus können sich regional (z. B. Mittelgebirge, feuchte Tallagen) auch Chancen ergeben, beispielsweise für die landwirtschaftliche Produktion oder den Tourismus. 

 

In Anbetracht der insgesamt und langfristig überwiegend negativen Auswirkungen des Klimawandels ist es unabdingbar, dass alle gesellschaftlichen Handlungsfelder sowohl für die Minderung von Treibhausgasemissionen als auch für die Anpassung an die unvermeidbaren Klimaänderungen genutzt werden. (Auszüge aus: ARL Positionspapier Nr. 81 „Klimawandel als Aufgabe der Regionalplanung“)

 

KONTAKT ZUR NIKiS

Sie haben Fragen, Anregungen oder aktuelle Hinweise?
Dann kontakten Sie uns!

plan zwei
Postkamp 14a
30159 Hannover
Tel: 0511 - 27 94 95 - 3
Fax: 0511 - 27 94 95 - 59
kontakt@plan-zwei.com
 
Home
Sitemap
Hilfe
Seite empfehlen
Seite drucken