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Lüneburg – Klimafolgenmanagement

 

Kontext

Die Hansestadt Lüneburg liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von Hamburg und ist mit etwa 72.000 Einwohnern die drittgrößte Mittelstadt Niedersachsens. Bereits seit 1991 ist die Stadt Mitglied im europäischen Netzwerk „Klima-Bündnis“. Im Jahr 2007 wurde ein Konzept zum kommunalen Klimaschutz aufgestellt und veröffentlicht, das die Handlungsfelder und –ansätze definiert und dabei das Augenmerk auch auf Maßnahmen zur Anpassung an die zu erwartenden Folgen des Klimawandels legt.

 

Projektbeschreibung

Der Schwerpunkt der Handlungsansätze im Bereich der Klimafolgenanpassung liegt auf der Vorbereitung auf die zu erwartende Zunahme von Flusshochwässern und Starkregenereignissen.

 

Die Hansestadt Lüneburg hat damit begonnen, Überschwemmungsgebiete entlang des Flusses Ilmenau, der durch die Stadt fließt, auszuweisen. Ziel ist es, dem Fluss genügend Fläche zum Überfluten einzuräumen und die Anwohnerinnen und Anwohner vor Hochwasserschäden zu schützen. Bereits vor einigen Jahren wurde ein landwirtschaftlich intensiv genutztes Teilüberschwemmungsgebiet, das mit einem künstlichen Entwässerungssystem versehen war, naturnah umgewandelt. In Verbindung mit einem Uferschutz- und Gewässerrandstreifenprogramm wurde eine extensive Weidewirtschaft eingeführt. Heute ist diese Tallandschaft Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000.

 

Bei der Oberflächenentwässerung und der Regenwasserbewirtschaftung liegt ein wesentlicher Schwerpunkt in der Erhöhung der Wasserabfluss- und Speicherkapazität. Bei Erneuerungs- und Neubauarbeiten am Lüneburger Kanalnetz wird dieses auf stärkere Regenereignisse hin bemessen, als nach dem heutigen Stand der Technik empfohlen ist. Darüber hinaus wurde die Zahl der Regenrückhaltebecken erhöht.

 

Ein weiteres Maßnahmebündel soll dazu beitragen, die natürliche Regenwasserversickerung zu fördern, die Wasseraufnahmekapazität des Bodens zu erhalten und damit das Kanalnetz zu entlasten.Im Jahr 2004 hat die Stadt Lüneburg mit der Einführung der getrennten Gebühr für Schmutz- und Regenwasser die Weichen in Richtung einer gerechteren Verteilung der Kosten für die öffentliche Abwasserbeseitigung gestellt. Gleichzeitig wurden Anreize zur Flächenentsiegelung, Regenwasserversickerung und Dachbegrünung geschaffen.

 

Über diese konkreten Maßnahmen hinaus ist die Stadt Lüneburg als Mitglied der Metropolregion Hamburg an dem Klima-Forschungsprojekt „KLIMZUG-Nord“ beteiligt, in dessen Zusammenhang weitere Techniken und Methoden zur Minderung der Klimafolgen und Anpassung von Gesellschaft und Ökonomie an die erhöhten Risiken durch Klimawandel entwickelt werden sollen. Mit dem Projekt soll der Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit dem Ziel verstärkt werden, gemeinsam die Folgen des Klimawandels sowie konkrete Schwerpunkte des Handelns für die Metropolregion bis zum Zeithorizont 2050 aufzuzeigen.

 

 

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