. .
Home Sitepmap
Burgdorf.jpgPlanzeichnung.jpg

Praxis-Beispiele > Praxis Siedlungsplanung Burgdorf – Baugebiet Nördlich Zilleweg


Burgdorf –Baugebiet Nördlich Zilleweg


 

Kontext

Im Neubaugebiet „Nördlich Zilleweg“ in Burgdorf entstehen 28 Ein- und Zweifamilienhäuser in Passivhausbauweise, drei Geschosswohnungsbauten im KfW-Effizienzhausstandard 55 sowie ein Pflegeheim mit einem deutlich unter der EnEV liegenden Energiestandard.
 

Projektbeschreibung

Mit ihrem Integrierten Klimaschutzaktionsprogramm (2013) stellt sich die Stadt Burgdorf der Herausforderung, zukünftig Neubaugebiete zu entwickeln, die besonderen energetischen Anforderungen entsprechen. Dies betrifft erstmalig den Bebauungsplan Nr. 0-87 für das Neubaugebiet „Nördlich Zilleweg“. Das Gebiet ist innenstadtnah gelegen (Bahnhof, Bushaltestellen, Grundschule, Ärztezentrum, Lebensmittelmarkt, E-Center befinden sich in weniger als 2 km Entfernung); die Bebauung entsteht auf einer ehemals landwirtschaftlich genutzten Fläche, welche die Stadt Burgdorf entwickelt und vermarktet.
 
Über die besonderen energetischen Anforderungen, die mit dem Bau eines Passivhauses einhergehen, konnten sich Grundstücksinteressenten auf einer Veranstaltung informieren, die die Stadt Burgdorf im Mai 2014 durchgeführt hat. Weitere Auskünfte wurden auf der kommunalen Webseite zusammengetragen und den Kaufinteressierten wurde Informationsmaterial zusammen mit den Verkaufsexposés übersandt. Dazu zählten sowohl Details über bauliche Anforderungen sowie zu Fördermöglichkeiten durch die KfW. Jeder, der dann später ausgelosten potenziellen Grundstückskäufer erhielt zudem die Möglichkeit, eine kostenfreie Beratung zum Passivhausstandard in Kleingruppen (bis max. 10 Personen) von einem zertifizierten Passivhausplaner in Anspruch zu nehmen.
 
Die Vergabe der Grundstücke für die Einfamilien- und Doppelhausbebauung erfolgte ausschließlich an Bewerber/-innen, die sich vertraglich dazu verpflichteten, ein Haus im Passivhausstandard zu errichten. Dass dieses Ziel erreicht wird, ist durch eine externe Qualitätssicherung nachzuweisen; anderenfalls ist die Stadt durch den Grundstückskaufvertrag berechtigt, Vertragsstrafen zu erheben.
 
Damit der hohe energetische Standard umgesetzt werden kann, ist eine aktive und passive Solarwärmenutzung (http://www.nikis-niedersachsen.de/index.php?id=184) notwendig. Hierzu wurden beispielsweise die Grundstücke so zugeschnitten, dass eine solare Orientierung (http://www.nikis-niedersachsen.de/index.php?id=144) der Gebäude möglich ist. Weiterhin wurden Hüllkurven im Bebauungsplan so festgelegt, durch die eine Beschattung der Südfassaden minimiert wird.
 
Außerdem setzt der Bebauungsplan fest, dass I-geschossige Gebäude mit einer Dachneigung < 15° zu begrünen sind und dass auf den Grundstücken anfallendes Niederschlagswasser vor Ort zu versickern ist. Durch eine Dachbegrünung wird u.a. die Flächenerwärmung bei Sonneneinstrahlung verringert und durch eine Flächenversickerung (z.B. von begrünten Versickerungsmulden) kann Hochwassern und Überschwemmungen vorgebeugt werden.
 
Für die Geschosswohnungsbauten beschloss der Rat der Stadt Burgdorf außerdem, dass mindestens die Zugänglichkeit zu den Wohnungen sowie die Hauptwohnräume barrierefrei (nach DIN 18040) zu errichten sind. Die Festlegung des KFW-Effizienzhausstandard 55 erfolgte aufgrund der einmütigen Rückmeldung der interessierten Bauträger.


 

Kontakt

Stadt Burgdorf
Fachbereichsleiter Stadtplanung, Bauordnung, Umwelt
Robert Lehmann
Vor dem hannoverschen Tor 27
31303 Burgdorf
Tel.: 05136/898-363

Durch einen Klick auf die Abbildungen erhalten Sie einen größeren Bildausschnitt.
 
Home
Sitemap
Hilfe
Seite empfehlen
Seite drucken