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Mit Fläche sparsam umgehen

 

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Nutzung informeller gemeindlicher Planungsebenen


Für eine flächenschonende Siedlungsentwicklung sind belastbare Informationen über vorhandene Flächenreserven im Bestand die erste Voraussetzung. Eine bedarfsgerechte Siedlungsentwicklung bedarf allerdings nicht nur einer differenzierten Erhebung der Potenziale im Bestand sondern auch der verlässlichen Prognosen zum zukünftigen Flächenbedarf.


Kommunale Flächeninformation

Nicht zuletzt auf der Grundlage der Novelle des BauGB 2013 sind die Gemeinden verpflichtet in die Abwägung zu Baugebieten die Bestandssituation und die Potentiale der Innenentwicklung einzustellen. Dazu sind entsprechende Informationssysteme und ggf. auch Organisationsstrukturen in der Verwaltung aufzubauen. Thematisch untersucht werden sollten folgende Bereiche:
 
Baulücken
Als Baulücken sind nicht bebaute oder untergenutzte Grundstücke und ggf. auch längerfristig leer stehende Gebäudesubstanz im Innenbereich der Gemeinden zu verstehen. Durch gezielte Information über den Bestand an Baulücken können die Gemeinden zur Mobilisierung von Baulandreserven im Bestand beitragen. 
 
Brachflächen
Brachflächen sind in der Regel nicht mehr genutzte Bauflächen im Gemeindegebiet, die ehemals gewerblich oder auch militärisch genutzt wurden. Die Wiedernutzung stellt an gemeindliche Planung hohe Anforderungen, da Schadstoffbelastungen aus der Vornutzung vorhanden sein können. Es empfiehlt sich vor städtebaulicher Entwicklung der Flächen eine historische Recherche über mögliche Verunreinigungen durchzuführen. Die frühzeitige Einbindung der unteren Bodenschutzbehörden in die von Altlasten betroffenen Genehmigungs-, Planungs-, und Entwicklungsvorhaben sowie entsprechende Grundstücksgeschäfte ist eine der grundlegenden Voraussetzung vor Wiedernutzung der Flächen. 
 
Aufgegebene und untergenutzte Hofstellen
Der Strukturwandel der Landwirtschaft wirkt sich unmittelbar auf die Strukturen in den Ortskernen ländlicher Siedlungen und Dörfer aus. Die Kenntnis über leerstehende und leerfallende Hofstellen ist der Anfang für Konzepte zur Revitalisierung von Ortskernen. Dabei geht es nicht nur um die Wiedernutzung zum Wohnen sondern auch um die Sicherung der Zentralen Funktion dieser Ortskerne (Infrastruktur, Nahversorgung etc.)
 
Nachnutzungen
Viele Baugebiete aus den 1950er und 60er Jahren mit überwiegend Ein- und Zweifamilienhausbauweise stehen heute vor dem Generationenwechsel. Bauweise und Wohnungsgrundrisse entsprechen heute nicht immer der Wohnpräferenzen junger Familien, die sich in einem Eigenheim einrichten wollen. In den Gemeinden müssen Strategien entwickelt werden, die Nachnutzung gerade dieser Baugebiete durch entsprechende Aktivitäten anzuregen (z.B. die Förderrichtlinie „Jung kauft Alt“ des Landkreises Hameln-Pyrmont).
 
Baulückenkataster
Die von der Gemeinde zu erhebende vielfältige Ausgangssituation ist sinnvoller Weise in ein kontinuierlich geführtes Baulückenkataster einzupflegen. Mit dem Kataster können Leerstandsdaten kontinuierlich erfasst und gepflegt werden (z.B. Baulückenkataster Wunstorf).
 
Das LGLN – Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen bietet dazu inzwischen eine Service- und Unterstützungsleistung für Gemeinden und Städte an.


Beispiele:
Samtgemeinde Barnsorf Flächenmanagement
Stadt Wunstorf Baulückenkataster
Landkreis Harmeln-Pyrmont Jung kauft Alt
Gemeinde Hideenhausen Jung kauft Alt
Stadt Braunschweig St. Leonhards Garten
 
 

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