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Mit Fläche sparsam umgehen

 

Planungshilfen > Mit Fläche sparsam umgehen > Folgen und Vorteile der Flächeneinsparung


Folgen und Vorteile der Flächeneinsparung


Angesichts der anhaltenden Flächeninanspruchnahme und der vielfältigen Hemmnisse bei der Nutzung der Innenentwicklung wird das Nachhaltigkeitsziel der Bundesregierung schwer zu erreichen sein. Die Folgen wirken in verschiedenen Handlungsfeldern der Raum- und Stadtentwicklung. Dazu gehören natürlich in erster Linie die ökologischen Folgen durch die Beeinträchtigung der Umweltschutzgüter (Arten und Biodiversität, Boden und Wasser, Luft und Klima, Landschaft sowie Kultur- und Sachgüter), aber auch die Entstehung negativer ökonomischer und städtebaulicher Entwicklungen:
 
Die ökologischen Folgen
  • Verlust landwirtschaftlicher Nutzflächen und Wald (weniger Flächen für Nahrungsmittelproduktion, nachwachsende Rohstoffe und Kompensationsmaßnahmen)
  • Verlust von Lebensräumen (Gefährdung der biologischen Vielfalt, Gefährdung von Ökosystemen)
  • Beeinflussung des Naturhaushalts (Wasserkreislauf, klimatische Funktion)
  • Verlust von Retentionsflächen (Verstärkung von Hochwasserereignissen)
  • Zunahme von Emissionen durch Bau, Betrieb und Nutzung neuer Gebäude und Verkehrsflächen (z.B. Raumwärme, Strom, Kraftstoffe)
 
Die städtebaulichen Folgen
  • Entwertung innerstädtischer Lagen angesichts des anhaltenden Trends des Wohnens an der Peripherie der Kommunen
  • Unternutzung und Verfall bestehender Bausubstanz und Infrastrukturen
  • Geringerer Veränderungsdruck zu Bestandsanpassungen im Gebäudebestand
  • Perspektivisch zunehmende Wohnungsleerstände in Schrumpfungsregionen.[1]
  • Zunahme des Verkehrsaufkommens durch Verlängerung der Alltagswege
 
Die ökonomischen Folgen
  • Leerstand und Werteverlust des Immobilienbestandes im gut erschlossenen Innenbereich
  • Finanzlasten für Kommen, die sich als Zwischenerwerber für nicht marktfähige Wohn- und Gewerbebauten engagieren (“Schrottimmobilien“)
  • Abnehmende bauliche Dichte mit erheblichem Erschließungsmehraufwand für Infrastruktur und ÖPNV[2]

 

Gute Argumente für die Reduzierung des Flächenverbrauchs

Das zentrale Argument für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme durch Siedlung und Verkehrsflächen ist der Bodenschutz mit den Auswirkungen auf Artenvielfalt und Biodiversität. Darüber hinaus ist aber auch der sparsame Umgang mit der landwirtschaftlichen Nutzfläche, die Sicherung- und Gestaltung zukunftsfähiger Raum- und Siedlungsstrukturen angesichts des demografischen Wandels handlungsleitend.
 
 
  • Die sparsame Inanspruchnahme neuer Flächen kann aus Sicht des Umweltschutzes zu einer Sicherung von Artenvielfalt und Biodiversität, zum Erhalt von Landschaftsräumen und Landschaftsbild, zur Sicherung der Naherholungsfunktion und zur Abmilderung von Folgen des Klimawandels führen.
  • In schrumpfenden Regionen kann der sparsame Umgang mit Grund und Boden Leerständen in bestehenden Siedlungen entgegenwirken und damit zur Werterhaltung von Immobilienvermögen und zum Erhalt des baukulturellen Erbes beitragen.
  • Angesichts sinkender Bevölkerungsdichte und einer alternden Bevölkerung sind kompakte Siedlungsstrukturen Voraussetzung, um Infrastrukturen zu erhalten und Erreichbarkeit abzusichern.
  • Kompakte Siedlungsstrukturen sind in den Zeiten der Energiewende, Voraussetzung dafür verbesserte Einsatzmöglichkeiten für Wärmeversorgung sicherzustellen (städtebauliche Dichte).
  • Die räumliche Verknüpfung von Wohnen, Arbeiten, Freizeit etc. kann KfZ-orientierte Mobilitätserfordernisse reduzieren (Stadt der kurzen Wege).
  • Landwirtschaftliche Produktionsflächen sind eine endliche Ressource und mit einer sparsamen Inanspruchnahme neuer Flächen kann ihr Beitrag zur Nahrungsmittelproduktion wie auch zur Energiegewinnung erhalten bleiben.
 


[1] Die NBank Niedersachsen geht davon aus, dass in Regionen mit Wohnungsüberhängen in der Summe jedes Jahr zusätzlich 8.000 Wohnungen auf den Markt kommen, die nicht mehr gebraucht werden. (s. Nbank 2010: „Wohnungsmarktbeobachtung 2010/2011 - Integrierte Entwicklung von Wohnstandorten und Regionen - Perspektive 2030“. Hannover
[2] Niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz Hrsg.), Abschlussbericht des Arbeitskreises „Flächenverbrauch und Bodenschutz“ der 6. Regierungskommission der niedersächsischen Landesregierung „Energie- und Ressourceneffizienz“, Hannover 2011, S. 12


 

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