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Mit Fläche sparsam umgehen

 

Planungshilfen > Mit Fläche sparsam umgehen > Ausgangsituation in Niedersachsen


Ausgangsituation in Niedersachsen


Entsprechend der Bundestrends wurden auch in Niedersachsen in einem Zeitraum von vier Jahren (2006-2009) im Mittel 10,3 ha pro Tag an Flächen in Anspruch genommen. Dabei benötigten neu errichtete Wohngebäude pro Tag 2,9 ha Siedlungsfläche. Das entspricht ca. einem Drittel der gesamten Flächenbeanspruchung und in der Summe einer Bebauung von 10,6 km2 im Jahr. Davon entfallen 9,2 km2 auf den Bau von Einfamilienhäusern (EFH) (im Mittel 10.500 EFH pro Jahr) und nur 0,4 km2 auf den Geschosswohnungsbau mit 3.250 Wohneinheiten (WE) in 470 Gebäuden. Dabei ist die auf Wohnungsbau zurückzuführende Flächeninanspruchnahme gegenüber dem Jahr 2000 um 58 % zurückgegangen und auch die Beanspruchung der Siedlungsflächen durch Erholungsflächen (Grünflächen, Sportanlagen, Campingplätze etc.) sowie Friedhöfe ist um 62 % zurückgegangen. Überflügelt wird der Wohnungsbau von Gewerbe- und Betriebsflächen mit 3,5 ha täglich, auch wenn selbst hier ein Rückgang von über 37 % gegenüber den 1990er Jahren zu beobachten ist. Konstant bleibt das Wachstum der Verkehrsflächen mit 2,8 ha pro Tag.[1]
 
Flächeninanspruchnahme durch Siedlungsflächen ist also in den letzten Jahren in Niedersachsen in hohem Maße auf die Entwicklung von Wohnbauflächen, gewerblichen Bauflächen und die Verkehrsinfrastruktur zurückzuführen.
 
Die 6. Regierungskommission[2] nimmt an, dass trotz rückläufiger Tendenzen die anhaltend hohe Flächeninanspruchnahme in Niedersachsen keinen ausreichenden Beitrag zur Erreichung des Flächensparziels der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie liefern wird. Selbst vor dem Hintergrund der zunehmend älteren und einer insgesamt schrumpfenden Bevölkerung wächst der Bestand an Gebäuden und flächenbeanspruchenden Infrastrukturen auch in Niedersachsen. Dabei stehen den oftmals in der Praxis schon bewährten Maßnahmen immer wieder Vorbehalte in den Städten und Gemeinden gegenüber, die einem ressourcenschonenden Umgang mit der Fläche entgegenstehen:
 
 
  • hohe Nachfrage nach Wohnungen in neu errichteten Ein- und Zweifamilienhäusern (Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien ist deutlich geringer)
  • Vermeintlich höhere Modernisierungskosten von Gebrauchtimmobilien gegenüber Neubaukosten
  • Mögliche Kontamination des Bodens durch vorherige (z.B. gewerbliche) Nutzung führen zur schnellen Entscheidung für den Neubau auf unbelasteten Flächen
  • Zunahme von kleinen Haushalten in allen Generationen, die zu einem höheren Wohnflächenbedarf führt
  • Remanenzeffekt führt zu höherer Wohnflächenbeanspruchung (Verbleib der Elterngeneration in ihren bezogen auf die Wohnfläche je Person großen Wohnungen, wenn die Kinder aus dem Haus ausziehen)
  • Interkommunale Konkurrenz befördert die Ausweisung von Vorratsflächen für Wohn- und Gewerbegebiete,
  • Innenentwicklungspotenziale werden aufgrund des gemeindlichen Baulandüberhangs und wegen verstärkten Planungsaufwands vernachlässigt
  • Informationsdefizite in den Gemeinden hinsichtlich zukünftiger Flächenbedarfe und den Bestand an nutzbaren Baulücken, Brachflächen und Nachverdichtungspotenzialen
  • Kostenrisiken bei Revitalisierung von Gewerbebrachen und Emissionskonflikte bei der Nutzung von Gewerbeflächen in bebauten Gebieten
  • Wandel der Bedeutung der Innenstädte für das Einkaufen angesichts der Ansiedlung von Einzelhandelsangeboten in peripheren Lagen


[1] Niedersächsisches Ministerium für Umwelt und Klimaschutz (Hrsg.), Abschlussbericht des Arbeitskreises „Flächenverbrauch und Bodenschutz“ der 6. Regierungskommission der niedersächsischen Landesregierung „Energie- und Ressourceneffizienz“, Hannover 2011, S. 5 f
[2] ebd., S. 11
 

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