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Städtebauliche Energie- und Klimaschutzkonzepte

 


Baustein: Angenehmes Stadtklima

 

Ziel: Klimaanpassung zur Bewältigung von Hitzeperioden

Als eine Folge des Klimawandels wird das Ansteigen der Durchschnittstemperatur und der Anzahl der Heißen Tage (> 30°C) sowie Tropischen Nächte (>20°C) angenommen. Die Bewohnerinnen und Bewohner von Quartieren mit einer hohen städtebaulichen Dichte und geringem Freiraumanteil sind besonders stark von zukünftig länger anhaltenden Hitzeperioden betroffen. Aufgabe eines „Städtebaulichen Energie- und Klimaschutzkonzeptes“ ist die Anpassung der Siedlungsfläche, der Bau- und Freiraumstruktur an die Bewältigung lang anhaltender Hitzeperioden, so dass sich besonders betroffene Stadtquartiere nicht so stark erhitzen können und Personengruppen, die besonders empfindlich auf Hitzeperioden reagieren, geschützt werden.

 

Begründung

Das Stadtklima weicht von dem Klima der umgebenden Landschaft ab. Grund dafür ist die Vielzahl versiegelter Oberflächen aufgrund der Bebauungsdichte, durch die die Rückstrahlung erhöht ist. In Stadtgebiet wird auch die Sonnenwärme stärker gespeichert und zeitverzögert freigegeben, wodurch die nächtliche Abkühlung gestört wird.
Die höhere Versiegelung der Stadtböden führt ebenfalls dazu, dass die Feuchtigkeit nicht mehr im Stadtgebiet verdunsten kann. Durch das geringere Angebot an Grünstrukturen im Vergleich zur umgebenden Landschaft ist außerdem die Evapotranspiration, die zur Abkühlung der Umgebungsluft beiträgt, verringert.
Außerdem tragen Emissionen (z.B. aus dem hohen Verkehrsaufkommen im dicht bebauten Raum) zu einer Verschlechterung der Luftqualität bei.
Diese Belastungen des Stadtklimas kann durch ein verbessertes Grünvolumen, durch Freiraumangebote und Wasserflächen reduziert werden. Für die Durchlüftung der Stadt ist von Bedeutung, dass ausreichend Kaltluft in die Stadt gelangt und dafür entsprechend Vorsorge z.B. durch Freihalten von Kaltluftbahnen getragen wird.
 
Einzelne Bewohnergruppen reagieren besonders empfindlich auf das Stadtklima, dessen Ausprägung durch den Klimawandel zusätzlich erhöht wird. Insbesondere Kleinkinder, Senioren und Kranke lassen sich als besonders empfindliche Bevölkerungsgruppen identifizieren. Sie haben eine höhere Empfindlichkeit gegenüber der außerordentlichen Hitzebelastung in der Stadt, da ihre Widerstandsfähigkeit noch nicht vollständig ausgeprägt bzw. geschwächt ist.
Im Klimaschutzkonzept sind folglich Einrichtungen zu verorten, in denen sich diese Personengruppen verstärkt aufhalten (Horte und Kitas, Kinderspielplätze, Krankenhäuser und Kureinrichtungen, Seniorenwohnanlagen).

 

Bestandsaufnahme und Potentialermittlung

  • Lage von empfindlichen Nutzungen wie Kitas, Senioren-/Pflegeheimen, Krankenhäusern im Stadtgebiet
  • Prognosen zum kleinräumigen demographischer Wandel im Stadtgebiet (Kinderreiche, überalterte Stadtgebiete identifizieren)
  • Identifizierung der klimarelevanten Freiräume (Parks, Gärten, Wasserflächen)
  • Klimaanalyse - Erhebung von Kaltluft und Frischluftbahnen im Stadtgebiet unter Berücksichtigung von Topographie, Bebauung, Ermittlung von Hitzeinseln
  • Erhebung von Versiegelungsgrad und städtebauliche Dichten
  • Zusammenstellung von Flächen mit besonders negativen Rückstrahleffekten
  • Darstellung von Flächen mit hohen Verdunstungspotentialen

 

Einbindung in die kommunale Planung

FNP
 
B-Plan
  • Festsetzung von klimarelevanten und klimawandelrobusten Pflanzungen von Gehölzen
  • Festsetzungen für die Regelung des Wasserabflusses nach § 9 Abs. 1 Nr. 16 BauGB
  • Festsetzung von Retentionsbecken und Verdunstungsflächen
 
Informelle Planung
  • Freiraumkonzept
  • Regenwassernutzungskonzept
  • Planungskonzept Stadtklima
 

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