. .
Home Sitepmap
Baualtersklassen.jpg

 

Städtebauliche Energie- und Klimaschutzkonzepte

 

Planungshilfen > Städtebauliche Energie- und Klimaschutzkonzepte > Baustein: Energieeinsparung im Gebäudebestand


Baustein: Energieeinsparung im Gebäudebestand

 

Ziel: Klimaschutz durch Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der Siedlungsfläche

In Gebäuden wird Energie für Raumwärme, Wassererwärmung, elektrische Geräte, Kühlung und Beleuchtung benötigt. Bei der (konventionellen) Energieerzeugung, werden Treibhausgasemissionen freigesetzt, die den Klimawandel begünstigen. Ziel eines Städtebaulichen Energie- und Klimaschutzkonzeptes ist es, den Energiebedarf im Gebäudebestand zu reduzieren und den Anteil der erneuerbaren Energien zu erhöhen.
 

Begründung

Die privaten Haushalte benötigen Wärmeenergie vor allem für Raumwärme und Warmwasseraufbereitung. In 2008 liegt ihr Endenergieverbrauch laut BDEW (Grafik 7.5.0) allein für Heizung bei 73 %.
Eine Reduzierung des Raumwärmeverbrauchs wird insbesondere durch eine Dämmung der Gebäudehülle, Anlageneffizienz, Lüftungstechniken und Verbrauchsverhalten erreicht und bieten große Potentiale zur Senkung von Treibhausgasemissionen und Reduzierung des Energiebedarfes.
 
Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes ist ein zentraler Baustein von städtebaulichen Energie- und Klimaschutzkonzepten. Für die städtebauliche Entwicklung des Gemeindegebietes liefert die Beurteilung der Bausubstanz und der Siedlungsstrukturtypen die Grundlagen für die Perspektiven der Bauflächenentwicklung einer Kommune. Diese Informationen dienen als Grundlagen für die Überplanung von Baugebieten ebenso wie für die Beurteilung der Potenziale der Innenentwicklung im Spannungsfeld zur Ausweisung von Flächen möglicherweise angestrebter Außenentwicklung.
 
Die letztendliche Entscheidung zur (energetischen) Sanierung von Bestandsgebäuden hängt eng zusammen mit dem Substanzwert und der Erneuerungsfähigkeit des Bestandes, der Lage im Stadtgebiet, der Wirtschaftlichkeit der Investition und der Zukunftsfähigkeit des Quartiers mit Blick auf den demographischen Wandel.
 
Der Wärmeenergieverbrauch und seine perspektivische Senkung als Folge von energetischen Sanierungsmaßnahmen wirkt sich direkt auf die Anforderungen an zukünftige Energieversorgungssysteme und -anlagen aus.
 
Neben der Beurteilung der Baualtersstruktur und Erneuerungsfähigkeit von Teilbeständen sind Voraussetzungen zur Reduzierung des Wärmebedarfs auch in der Siedlungsdichte zu finden. Sie ist Indikator für die Wirtschaftlichkeit eines Wärmenetzes, denn Einsparpotenziale liegen auch in der Effizienzsteigerung der Wärmebereitstellung durch zentrale Anlagen in Nah- und Fernwärmenetzen oder durch Blockheizkraftwerke im Bestand. Sind die Anlagen mit Kraftwärmekopplung ausgestattet, wird nicht nur Wärme sondern auch Strom produziert. Eine weitere Möglichkeit der Optimierung ist die Nutzung regenerativer Energieträger.
 
Auf der Ebene der städtebaulichen Beurteilung von Klimaschutzpotenzialen können durch die Bestimmung von Siedlungsstrukturtypen Quartiere ermittelt werden, die aufgrund ihrer städtebaulichen Dichte und ihrer Baugebietstypologie besonders gute Voraussetzungen für die Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen haben und für eine Versorgung mit Fern- oder Nahwärme geeignet sind.
 
Die Siedlungsstrukturtypen einer Gemeinde fassen Gebiete ähnlicher städtebaulicher Dichte oder gleicher Gebäudetypologie zusammen. Maßgeblich für die städtebauliche Dichte ist die Geschoßflächenzahl (GFZ) (§ 20 BauNVO). Sie gibt an, wie das Verhältnis der gesamten Geschossfläche aller Vollgeschosse der baulichen Anlage auf einem Grundstück zur Fläche des Baugrundstücks steht. Die Gebäudetypologie umfasst die unterschiedlichen Haustypen (Gebäude, die bewohnt werden z.B. Einfamilienhaus, Doppelhaus, Mehrfamilienhaus, Hochhaus) und sonstige Nichtwohngebäudetypen (wie z.B. Fabrik- oder Lagerhallen).

 

Bestandsaufnahme und Potentialermittlung

  • Ermittlung des tatsächlichen Energieverbrauchs Strom, Wärme - Daten der (kommunalen) Energieversorgungsunternehmen - und der Art der lokalen Heizversorgung (Zählungen der Schornsteinfeger)
  • Ableitung des Verbrauchs und der Einsparpotenziale nach Gebäudetypologien und Baualter (IWU, Dena)
  • Ermittlung des Potenzials für Nah- / Fernwärmenetze aufgrund von städtebaulicher Dichte und Siedlungsstrukturtypen (siehe auch BBSR)
  • Ermittlung des Baualters um Perspektiven für Modernisierungszyklen aufzuzeigen

 

Einbindung in die kommunale Planung

FNP
  • Darstellungen von Anlagen, Einrichtungen und sonstigen Maßnahmen die dem Klimawandel entgegenwirken oder der Anpassung an den Klimawandel dienen, insbesondere zur dezentralen und  zentralen Erzeugung, Verteilung, Nutzung oder Speicherung von Strom, Wärme oder Kälte aus erneuerbaren Energien oder Kraft – Wärme-Kopplung (z.B. Nah-/Fernwärme)
  • Planzeichen EE - Erneuerbare Energien (siehe auch: Flächenvorsorge für erneuerbare Energieanlagen)
  • Nachverdichtung / Innenentwicklung / Konversion (siehe auch: Stärkung der Innenentwicklung)
 
B-Plan
 
Informelle Planung
  • Gemeindegebietsübergreifende Auswahl von Fördergebieten Energetische Stadtsanierung
  • Gezielte Information zu Nutzerverhalten und Beratung von Eigentümern - Einfamilienhausgebiete
 

KONTAKT ZUR NIKiS

Sie möchten Ihre Projekte bei uns plazieren oder mehr über NIKiS erfahren?
Dann kontakten Sie uns!

plan zwei
Postkamp 14a
30159 Hannover
Tel: 0511 - 27 94 95 - 3
Fax: 0511 - 27 94 95 - 59
kontakt@plan-zwei.com
 
Home
Sitemap
Hilfe
Seite empfehlen
Seite drucken