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Klimafolgenanpassung

 

Trotz umfangreicher Strategien zur Emissionsreduktion werden Kommunen sich darauf einstellen müssen, frühzeitig Maßnahmen zur Begrenzung der negativen Folgen des Klimawandels zu ergreifen. Wenn längere Hitzeperioden im Sommer und mehr Hochwasserereignisse das Land prägen, kommt es darauf an, frühzeitig Maßnahmen zur Begrenzung möglicher Schäden durch die Folgen des Klimawandels zu entwickeln.

Städtebauliche Handlungsfelder wirken allerdings erst in mittelbarer Zukunft und damit wird es umso schwieriger im Planungs- und Politikalltag entsprechende Programme zu verankern.
 

Als mögliches Handlungsfeld gilt zunächst eine Flächenplanung, die einerseits Nutzungseinschränkungen für durch zunehmende Hochwassergefahren belastete Gemeindegebietsflächen (z.B. Flussrandgebiete im Rahmen des vorbeugenden Hochwasserschutzes) formuliert und andererseits eine gute Balance zwischen kompakter Siedlungsstruktur und klimawirksamen Grünflächen hält. Das Freihalten von für den Wärmeausgleich notwenigen innerstädtischen Gewässer-, Grün- und Freiflächen ist ein Element dieser Flächenplanung und Flächensicherung.

Die Erhöhung des Anteils von Kleinstgrünflächen mit Dach- und Wandbegrünung und die Begrünung von Straßenzügen sind ein weiteres Handlungsfeld, das der Reduktion der Aufheizung des Siedlungsraumes entgegenkommt. Das dritte Handlungsfeld liegt in der Konkretisierung von notwendigen Bauteilen, die auf lange Sonnenperioden (Überdachung von Kinderspielplätzen und öffentlichen Räumen) und Überhitzung (Verwendung heller Bauteile an Gebäuden) reagieren, um den Wärmeinseleffekt zu vermeiden.

Vielfältiger sind mögliche Reaktionen auf weitere Folgen des Klimawandels wie der Wandel der Biodiversität – der Wandel der Artenvielfalt – oder die Erhöhung der Waldbrandgefahr, der durch eine neue Forstwirtschaft zu begegnen ist.
 

Der Deutscher Wetterdienst formulierte in einer Presseerklärung am 28.04.2009 einige Leitsätze[1]:
„Planer müssen sich grundsätzlich an Extremen orientieren. [...] So gilt als Daumenregel die Forderung, dass Menschen im Freien in Hitzephasen innerhalb von fünf Minuten schattige Zonen aufsuchen können. [...] Eine Klimaverträgliche Stadt benötigt einen Grünflächenanteil von mindestens einem Viertel ihres Gesamtgebietes.“



[1] Städte müssen Auswirkungen des Klimawandels heute schon einplanen,
Rede von Dr. Paul Becker, Leiter des Geschäftsbereichs Klima und Umwelt und Mitglied des Vorstands des Deutschen Wetterdienstes
(PDF-Dokument, 4 Seiten, 0,3MB)
 

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